Musikverein Deisenhausen e.V.

 

 

Unser Musikverein – ein Verein mit Tradition

Die Anfänge
Nach mündlichen Überlieferungen, Notizen und Aufzeichnungen (z.B. Quittung der Pfarrbücherei) geht die Gründung unserer Blaskapelle auf das Jahr 1835 zurück. Sie besteht also seit 175 Jahren. Man erzählte sich über den Dirigenten Georg Mayer, er habe „einfach it luk glau, wenn´s um d´ Blauserei im Dorf ganga isch“. Seine Musikanten spielten immer, „ob´s a Hochzeit, oder a Leicht, oder a Umzug war“, immer die richtigen Stücke. Auch damals waren schon Tanzveranstaltungen, wie Maitanz, Kathreintanz und andere Vereinsfeste regelmäßige Bestandteile der Dorfaktivitäten.

Beim Veteranenfest 1910 wird aufgespielt - und wie
Ein Höhepunkt für die damalige Musikkapelle war das Veteranenfest mit Fahnenweihe 1910. Die Musiker verstanden es, dem Fest einen würdigen und eindrucksvollen Rahmen zu verleihen.

Der erste Weltkrieg – auch für die Deisenhauser ein hartes Schicksal
Während des ersten Weltkrieges waren die Aktivitäten der Musikanten weitgehend auf die Gefallenenehrungen und Würdigungen von Soldaten beschränkt.

Die Zeit der Vereinsgründung

Eine Idee wird in die Tat umgesetzt

Unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg erfolgte die offizielle Gründung des Musikvereins. Gründungsvorstand war Eduard Mayer.
 Es waren 18 aktive Deisenhauser Musiker, die dem Verein beitraten. Die Mitglieder besorgten sich die Instrumente und
bezahlten sie selbst. Nur der Bombardon (Tuba) wurde von der Gemeinde gestiftet.

Eduard Mayer

 












 

 

Die Musiker zeigen sehr bald ihr Können und weiten ihre Aktivitäten aus

Sofortiges fleißiges Üben ermöglichte dem Musikverein bereits Mitte Juli den ersten Auftritt bei einer Hochzeit im Dorf. Schon bald bemühte man sich, auch mit anderen Musikvereinen ge-meinsame Auftritte und Feste zu organisieren. Daraus entwickel-te sich schließlich der Tisogau, wie bereits erwähnt.

Eine Suche nach neuer Identität
Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg, in der die Menschen infolge des verlorenen Krieges bestrebt waren sich zu verbünden, dürfte auch dazu beigetragen haben, dass der Musikverein regen Zulauf hatte.

Er war auf eine beachtliche Größe angewachsen. Die Musikanten beteiligten sich aktiv am Dorfgeschehen und förderten durch ihre Auftritte das Gemeinschaftsgefühl sowohl im Ort als auch mit den Nachbargemeinden. Eine Unterbrechung dieser Entwicklung verursachte der zweite Weltkrieg.

 

Deisenhauser Musikanten im Fasching 1928


Besuch in Waldstetten 1932

Der Neubeginn
Der zweite Weltkrieg forderte auch in unserer Gemeinde viele Opfer, darunter viele aktive Musiker. Der bisherige Dirigent Georg Beittinger verstarb bald nach Kriegsende. Seine Nachfolge übernahm Josef Konrad. Zum neuen Vorstand wurde 1949 Mathias Müller gewählt. Dank seiner umfangreichen Aufzeichnungen besitzt der Verein einen wertvollen Fundus an Material, der bis auf die Vereinsgründung zurückgeht.


 

Fronleichnamsprozession 1949

Man trifft sich wieder nach dem Krieg: Das Günztaler Musikfest in Deisenhausen, ein Meilenstein
Am 4. September 1948 trafen sich die Musiker aus Bleichen, Deisenhausen und Nattenhausen zum gemeinsamen Musizieren. Ein Zelt war zu dieser Zeit kein Thema. Die Deisenhauser sicherten sich deswegen ab: Sie legten gleich einen Ausweichtermin fest, falls das Wetter an diesem Tag nicht in „Sonnenlaune“ sein sollte. (siehe Anzeige in der Zeitung). Ein Auszug aus dem Zeitungsbericht: „Der Festplatz war bestausgesucht und wenn einer nicht als Musikfreund kam, dann aber doch wegen der guten Lage des Festplatzes und wegen der phantastischen Beleuchtung. Man muss diese märchenhafte Beleuchtung gesehen haben und dazu noch den Mond am Himmel, der so gutmütig und lächelnd durch die Äste und Zweige blickte, gerade als wollte er sagen: Ich gehöre auch zu euch, ich mache auch mit!“.


Die lebhaften 50er Jahre
Ab 1950 wurden die Vereinsaktivitäten weiter vorangetrieben. Damals war unser Musikverein die treibende Kraft im Dorf, wenn es darum ging, Dorfaktivitäten, welche infolge der Kriegswirren verloren gegangen waren, wieder zu beleben. Auch an Fahnenweihen und Bezirksmusikfesten im Umkreis war der Musikverein wieder beteiligt.


Musikkapelle Deisenhausen 1954

„Jessers, Jessers, dr C-Trompeatr fehlt“
Die Zeitung berichtete über die Rückkehr der Deisenhauser Mu-sikanten von der Fahnenweihe aus Oberwiesenbach: „Von der Wiesenbacher Fahnenweihe kamen nicht alle Besucher heim. Die Deisenhauser Musikanten machten nach der Rückkehr ins heimliche Stammlokal einen Vollzähligkeitsappell. Der Dirigent zählte die Häupter seiner Lieben. „Jessers, Jessers! dr C-Trompeatr fehlt“ stellte er erschrocken fest. „Z Egg da Berg ra hau en no gsea, gschwankat hatr arg, abr ear hat no laufa kenna“ wirft der Bassist ein. „Ja er wert doch it – noi des wär ja furchtbar – hätt mr doch aufpasst – er wert doch it en da Weiher gfalla sei“ ruft es durcheinander. „Nix wia raus und gsuacht.“ Und sie suchten. Die Reiher, Enten und Haubentaucher entlang des Ufers entwichen zeternd ob der Ruhestörung in die Wassermitte. Ein Trompeter war nicht zu finden. Schließlich fiel einem Suchenden ein Geräusch auf. „Dau schnarchlat doch oinr em Holz denna.“ Man sah nach - und friedlich schlummernd ruhte der abgängige neben seiner Trompete hinter einem Baum im Seegras. „Dumme Siacha i wur scho komma sei“ war die brummige Antwort auf den weckenden Rippenstoß. „Miar hättat di au gar it gsuacht, wenn mr en Ersatz ghett hättat zum Musikfescht“ wurde ihm erklärt.

„Dia Ausflüg von dr Musik jed´s Jaur, dia warart halt no ebbes“.
Ab 1952 machten die Musiker jedes Jahr ihren mehrtägigen Vereinsausflug. Mit dem damaligen Busunternehmer Bruggner wurden die Fahrtrouten ausgesucht, die bei den Musikanten sehr gut ankamen. Man fuhr in den Schwarzwald oder in die Schweiz. Die Drosselgasse in Rüdesheim konnte bei der Rheinlandfahrt nicht ausgelassen werden. „Ma hat da Wei nei`gsoffa wia´s Bier!“ Der Vorstand zum Busfahrer: „Richt no grad en Kübl na, dia hand ja solche Räusch“. Der Musikvorstand Mathias Müller machte schon Wochen vor dem Ereignis Werbung bei den Leuten für die Fahrten: „So a scheana Fahrt hand´r no gar nia verlebt wie dia sei werd, also fahrat mit“.

Der Taktstab wechselt den Dirigenten und das „Blech“ wird „verholzt“.
Im Oktober 1953 übernahm Georg Bürzle sen. den Dirigentenstab von Josef Konrad. In dieser Zeit kamen Holzblasinstrumente hinzu. Die vier Klarinettenspieler hatten im Fasching 1954 ihren ersten Auftritt.

Der Musikverein feiert ganz groß
Das erste große Ereignis in Deisenhausen war im Juli 1954 das 4. Bezirksmusikfest. Mit einem Festabend am 24. Juli wurde es eröffnet. Am Sonntag traten 15 teilnehmende Kapellen bei den Wertungsspielen in Konkurrenz.

So an die 300 Musiker versammelten sich zu einem Massenchor nach dem Gottesdienst und beeindruckten die Besucher. Bei strahlendem Wetter konnten mehrere tausend Gäste zum Festzug begrüßt werden. Für den Musikverein war es ein großer Erfolg.

„De Alt- Weibrmühle“ en dr Fasnacht 1957
„Hui´r stellt ma en dr Fasnacht a Alt-Weibrmühle auf!“, war der Entschluss. Der Ort der Veranstaltung stand auch schon fest: „Auf Mauler`s Berg isch am beschta, dau sieht ma guat na“.

Frage der Musikanten: „Wie kriag mr d`Leut her?“

Alt-Weibermühle im Fasching 1957

Die Idee: „Mir hockat auf Hofers Laschtwaga nauf und fahrat umanand und blausat ra“. Am Samstagnachmittag ist schön Wetter, man fährt in die umliegenden Dörfer. In Wiesenbach ist gerade eine Frau beim Baden, als „Deisahausr Musik vom Laschtwaga ra spielt“. Die Frau erschrickt, springt aus der Wanne, reißt das Fenster auf … „Ja gugat dau nauf, dia kriagt its abr glei a Ständle!“

Man fährt weiter, im Wald hängt ein Ast weit über die Straße. Auf einmal: „Au, Herrgott nei“ man schaut, „dr Fendt hat gschria“: Ein Ast hat dem Fendt an den Kopf geschlagen: „Der kriagt ja scho en Burra am Grend“ (eine Beule) schreit man.

Am Sonntag: Schönes Wetter, „en haufa Leut kommat und wend sea, was jez dau los isch bei deanr Alt- Weibrmühle! Dr Vogl Hans von Noathofa (Mayer Johann) isch dr Müller, dr Zachr Sepp (Josef Konrad) isch dr Dr. Eisenbart“. Jetzt kommen die Männer mit ihrem Gefolge: „Nierasteu wia Gausei`r (Nierensteine wie Gänseeier), en Buckel, dass zweu Katzabaule naufpassat……“ Dr. Eisenbart schreit: „Dau hilft bloß no d´Mühle“ Die Freude dann nach dem Mühlendurchgang……………….!!

Das Dorf wächst zusammen
Nach dem Krieg hatten sich viele Heimatvertriebene im Dorf angesiedelt. Die Musiker leisteten durch ihre Aktivitäten einen wichtigen Beitrag, um den Neubürgern im Dorf eine bessere Integration und Verwurzelung zu ermöglichen. Viele nutzten diese Angebote zur Eingliederung in die Dorfgemeinschaft.

„Zum 40jähriga marschier m´r abr ganz schneidig auf“
Am 26. April 1959 feierten die Musiker das 40-jährige Bestehen ihres Vereins. Dazu hatten sie sich ganz besonders herausgeputzt in ihrer neuen Tracht!

Konzert zum 40-jährigen Bestehen des Musikvereins

Franz Keller wurde im selben Jahr zum neuen Vorstand des Vereins gewählt.

Ehrungen zum 40-jährigen Jubiläum

Die 60er Jahre – die Musiker werden mobil

Das Wirtschaftswunder - für den Verein eine „Konkurenz“
Die Nachkriegszeit war überwunden, das Wirtschaftswunder hat auch Deisenhausen verändert. Die Mobilität der Dorfbewohner nahm zu, allmählich verfügten sehr viele Deisenhauser über ein eigenes Auto. Vor allem die damalige Jugend zog es vor, Tanzveranstaltungen in der Umgebung zu besuchen. das Brauchtum der Heimat hatte nicht mehr diesen Stellenwert. Vielerorts wurden Jugendliche, die einem Musikverein angehörten, eher belächelt und als „altmodisch“ angesehen. Dank der sehr guten kameradschaftlichen Beziehungen der Musiker untereinander verlor unser Verein nicht die Attraktion. Junge Musiker wurden ausgebildet und in die Kapelle eingegliedert. Vor allem Max Thalhofer unterrichtete zu dieser Zeit viele Jungmusiker.

 

Festansprache Bezirksleiter Sontheimers zum 50-jährigen Vereinsjubiläum

 

Das 50jährige Vereinsjubiläum wurde mit einem Festkonzert am 26. April 1959 feierlich begangen. Diesen Festakt hatte auch die Nachbarkapelle Bleichen mitgestaltet.

Dorfveranstaltungen und kirchliche Feste wurden stets musikalisch umrahmt. Auch das Neujahrsanblasen an Silvester fand jedes Jahr statt.

Als 1966 Franz Keller als Vorstand zurücktrat, übernahm Heinrich Thahedl die Amtsnachfolge. Ihm folgte 1969 Josef Thalhofer.

 

 

 

 

 

 

 

Die 70er-Jahre – die Musiker sorgen für den Zusammenhalt im Dorf

Auch in den 70er Jahren sorgte der Strukturwandel sowohl in der Landwirtschaft als auch in anderen Erwerbszweigen für grundlegende Veränderungen. So war es für unsre Dorfgemeinschaft wichtig, durch Aktivitäten im Dorf den Zusammenhalt der Dorfbewohner und die Integration der Neubürger zu fördern und zu stärken. Weitgehend waren nun Arbeitsplatz und Wohnstätte getrennt, viele Landwirtschaftsbetriebe hatten keine Existenzgrundlage mehr. So waren für unsere Gemeinde die alljährlichen und schon traditionell gewordenen Veranstaltungen des Musikvereins enorm wichtig für den Zusammenhalt im Dorf. Das alljährliche Frühjahrskonzert und die Weihnachtsfeier waren wichtige Ereignisse für die Pflege der Dorfkultur.

Der Dirigent hat seine Musiker im Griff
„Beim Bezirksmusikfescht z´Bleucha hand Deisahausr gut a´gschnitta“: Ein Auszug aus dem Wertungsbericht vom 02.06.1974 in Bleichen über unsere Musikkapelle: „Das verhältnismäßig gut besetzte Ensemble macht absolut den Eindruck eines wohlerzogenen Blasorchesters mit einem geschmackvoll vorgetragenen Wertungsstück. Wir hörten fast durchwegs gut artikuliertes Musizieren, können den Sparten Dynamik, Auffassung und Gestaltung gutes Urteil abgeben…“

Ein Wechsel bei der Führungsmannschaft
Helmut Höld sen. übernahm 1974 das Amt des 1. Vorstandes. Den Dirigentenstab übergab Georg Bürzle sen. 1975 an Max Thalhofer. Im Jahre 1978 wurde Fritz Bürzle, Sohn von Georg Bürzle, Dirigent.

Dirigent Max Thalhofer

Der Weihbischof zu Besuch
Dem Visitationsbesuch am 05.12.1979 durch Weihbischof Manf-red Müller gaben unsere Musikanten den würdigen Rahmen. Beim anschließenden Pfarrgemeindeabend im Engelsaal nahm der Weihbischof selber den Taktstock in die Hand und dirigierte voller Engagement seinen Lieblingsmarsch „Laridah“.

Musikkapelle Deisenhausen im Juli 1979

Vorne von links: Carola Bürzle, Thomas Schmid, Roland Egger, Fritz Bürzle, Josef Konrad, Josef Fliegel, Arthur Schmid, Marlene Streitel
Mitte von links: Helmut Höld, Gerhard Rudolph, Georg Bürzle jun., Max Thalhofer, Horst Tahedl, Reinhold Keller, Dietmar Appel, Ernst Tahedl, Wolfgang Schulz, Karl-Heinz Förster
Hinten von links: Winfried Konrad, Anton Mayer, Hans Konrad, Georg Thalhofer, Josef Rudolph, Erwin Keller, Manfred Schmid, Anton Konrad, Josef Hämmerle
Nicht auf dem Foto: Anita Mayer, Heinrich Tahedl, Wolfgang Florian, Karl Streitel

Die 80er-Jahre – ein Jahrzehnt mit vielen Höhepunkten

Eine intensive und ausdauernde Arbeit wird belohnt
Eine besondere Aus-zeichnung konnte der Musikverein Deisenhausen am 28. Mai 1981 entge-gennehmen. Der Verein erhielt für 150 Jahre nachgewiese

ner Musik die Pro-Musica-Plakette auf Schloss Dachau verliehen. Es ist die höchste staatliche Auszeichnung für Blaskapellen. Eine weitere Ehrung wurde dem Verein ebenfalls 1981 zuteil, die Plakette für „über 100 Jahre Blasmusik“. Die Auszeichnung überreichte Karl Kling bei einem Festkonzert, welches mit der Gast-

kapelle Wiesenbach mitgestaltet wurde. Im selben Jahr verfasste der Verein eine Vereins-satzung und wurde in das Vereinsregister mit seinem neuen Namen

„Musikverein Deisenhausen e.V.“ eingetragen.

Das Bezirksmusikfest vom 21. bis 25. Juni 1984, ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte

bzm84


Ein Großereignis des Vereins war das 21. Bezirksmusikfest des Bezirks 11, unter Vorstand Helmut Höld und Dirigent Fritz Bürzle. Nach großen Anstrengungen und umfangreichen Vorbereitungen seitens des Musikvereins erwarteten die Besucher fünf Tage lang ein Programm voller Höhepunkte. Ein Sternmarsch am Donnerstag Mittag zum Festzelt war der Auftakt des Ereignisses. Die Bundeswehrkapelle aus Ulm eröffnete das Fest anschließend mit einem Standkonzert.

Bundeswehrkapelle Ulm

Den Abend gestalteten die aus Funk und Fernsehen bekannten „Kasermandln“ aus Österreich, die mit ihren stimmungsvollen

Darbietungen das Publikum begeisterten. Der Festakt im Engelsaal war ein weiterer Höhepunkt des Festes.

Festumzug 1984

Kasermandeln

Eine Freundschaft entsteht
Am 23. Juni trafen in Deisenhausen zum ersten Mal die Musikfreunde aus Anthering bei Salzburg mit unseren Musikanten

zusammen. Daraus entwickelte sich eine herzliche Freundschaft, die nun bereits seit 26 Jahren besteht. Gleich zum Auftakt am selben Abend verstanden es die Antheringer ausgezeichnet durch stimmungsvolle alpenländischen Darbietungen die Zeltbesucher zu begeistern.

Partnerkapelle Anthering

Am Sonntag mussten die angetretenen Musikkapellen beim Wertungsspiel den kritischen Prüfern ihr musikalisches Können zeigen. Danach wurde im Zelt der Festgottesdienst gefeiert. Der Festumzug am Nachmittag war ein weiterer Höhepunkt des Festes. Mit dem „Tag der Nachbargemeinden“ am Montag fand es seinen Ausklang.

Unsere schönen Musikerinnen werden besonders gekürt


„Ia´z send abr unsre Mädla schneidig beianand“, war die einhellige Meinung bei ihrem ersten Auftritt 1985 in ihrer schönen schwäbischen Tracht. Zum Frühjahrskonzert konnten sich unsere Musikerinnen in ihrer neuen Tracht präsentieren.

Der Verein bezieht sein neues Domizil

Aus dem ehemaligen Gebäude des „Oberen Wirt“ hatten sowohl die Dorfbewohnern als auch die Musikanten in vielen Stunden ehrenamtlicher, mühevoller Tätigkeit ein Juwel neben unserer Kirche geschaffen und somit dem Ortskern ein prägendes Gesicht verliehen. Im Jahre 1986 konnte der Musikverein nun endlich ein eigenes Heim beziehen und dort seine Proben und andere Festlichkeiten abhalten. Die ehemalige Obere Wirtschaft war in beispielloser Zusammenarbeit der

Deisenhauser Bürger innerhalb kurzer Zeit in ein Gemeindezentrum umgebaut worden. Die Räumlichkeiten bieten neben dem Musikverein auch der Gemeinde, einer Firma und dem Schützenverein Unterkunft. Am 18. März wurde die erste Probe im Gollmitzerhaus abgehalten.


 

 

 

 

 

 

Die Deisenhauser Musikanten werden zu „Marinekorps“

Beim Stoffenrieder Weiherfest am 30.Juli 1989 spielten die Musikanten während der Floßfahrt auf „offener See“ im Weiher. „Wenn eunr gautschat hat, hat ma gar it sea kenna, ob a Wasserwell schuld war oder ob dr Musikant scha z´viel oba´en se nei gschitt hat und deswega zum Schwanka komma isch“.

 

Seebühne am Stoffenrieder Weiherfest

Die 90er Jahre

Das Dorf- und Pfarrfest 1991 aus ganz besonderem Anlass
Für die Tage vom 06. bis 08. September 1991 mussten sich die Musikanten in den Proben für ein außergewöhnliches Ereignis besonders gut vorbereiten. Es stand die Einweihung unserer neu renovierten Pfarrkirche bevor. Zum Fest kamen auch die Freunde aus Anthering, sodass der Erfolg der gelungenen Arbeit auch stimmungsvoll gefeiert werden konnte.

Auch die Musikanten werden renoviert

 

„So kemmer doch nomma rum laufa!!"

So präsentieren sich die Musikanten 1992 in ihrer neuen Tracht

Auch neue Marketenderinnen begleiten jetzt die Musiker!


 

 

 

 

 

 

 

 

Der Verein wird 75 – das wird aber richtig gefeiert!

Bezirksmusikertreffen vom 22.Juli bis 25 Juli 1994 mit vollem Programm.

Zum Auftakt wird erst einmal richtig gerockt

Am Freitag war „Rock im Zelt“ angesagt: Die bei Jugendlichen bekannte und beliebte Rockgruppe „Härte“ 1o legte so richtig los und brachte die Jugendlichen und die, die sich noch so fühlten, in Stimmung und gute Laune.

Die große Geburtstagsfeier am Samstag

Mit einem Sternmarsch wurde das Musikertreffen eröffnet. Die teilnehmenden Kapellen waren der Krumbacher Spielmanns- und Fanfarenzug, sowie die Musikvereine aus Bleichen, Breitenthal und Krumbach. Anschließend fand im Gollmitzerhaus der Festakt statt, der von unseren Freunden aus Anthering feierlich musikalisch umrahmt wurde. Im Zelt sorgte während des Festaktes die Blaskapelle Unterroth für Stimmung und gute Laune.

Der Sonntag, für die einen fröhlicher Umzug und für die anderen strenge Bewertung ihres musikalischen Könnens

Der Sonntagmorgen stand unter dem Motto: „Musik, Gott und dem Volke zur Freud“ und wurde mit einem Gottesdienst be-gonnen. Unsere Antheringer Freunde umrahmten feierlich die Messe und gestalteten anschließend den Frühschoppen

Am Festumzug nahmen 13 herrlich geschmückte Festwagen teil und präsentierten sich in unserem schön geschmückten Dorf dem zahlreich angereisten Publikum. Während des Umzugs fanden die Wertungsspiele statt. Die teilnehmenden Kapellen mussten ihr Können unter Beweis stellen. Am Abend sorgten die Loppenhauser Musikanten für Hochstimmung im Zelt.

Der Montag – Der Tag der hohen Politik

 

Bgm. Otto Schmid, Max Mayer, Alfred Sauter und Horst Seehofer

Der damalige Gesundheitsminister Horst Seehofer, unser heutiger Ministerpräsident, informierte im vollbesetzten Zelt die interessierten Zuhörer. Die Bleicher und die Wiesenbacher Musikan-en gaben dabei der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

Helmut Höld „übergibt“ an seinen Sohn Kurt
In einer Feierstunde im Vereinsheim in Breitenthal wurde am 17. Mai 1995 Helmut Höld wegen seiner Verdienste als Vorstand durch Guntram Schumacher geehrt. Er übergab die Vorstandschaft seinem Sohn Kurt.

Die Zeit nach der Jahrtausendwende

Ein Auftritt bei Daimler – jeder Musiker verdient sich dabei seinen Mercedes
Ein Fest bei DaimlerChrysler am 07. Juli 2001 mit der Deisenhauser Musikkapelle mag für die Musikanten schon was heißen. Durch ihr Können und ihre schmissigen Weisen zeigten die Musiker den Stuttgartern, dass auch bayerische Schwaben die „Gelbfüßler“ ganz schön auf „trapp“ bringen können. Jeder Musikant hatte auch gleich seinen Mercedes verdient, allerdings waren die Autos noch nicht ganz „ausgewachsen“.

Auftritt bei Mercedes in Sindelfingen

Eine ganz besondere Feier der Tisogau -Gründungskapellen im würdigen Rahmen
Aus Anlass des 75 jährigen Bestehen des Tisogaus trafen sich 42 Musikanten aus den acht Gründungskapellen am

17. November 2001 zu einem gemeinsamen Konzert in der Pfarrkirche St. Stephan in Deisenhausen. Mitglieder der Musikkapellen aus Bleichen, Breitenthal, Deisenhausen, Nattenhausen, Tafertshofen, Wattenweiler, Wiesenbach und die Günztal-Holzbläser feierten mit sehr anspruchsvollen Weisen gemeinsam in Deisenhausen, dem Ursprungsort des Tisogaus das besondere Jubiläum.

Gerhard Rudolph übernimmt das Amt des Vorstandes
Bei der Generalversammlung vom 06. Januar 2002 übergibt Kurt Höld sein Amt als Vorstand an Gerhard Rudolph. Er übt seit dieser Zeit dieses Amt aus.

Karl Lagerfeld bekommt „ernsthafte Konkurrenz“

Am 05. Februar 2005 drohte das Gollmitzerhaus aus allen Nähten zu platzen, denn zum ersten Mal feierten der Musik- und der Schützenverein einen gemeinsamen Faschingsball. Hauptattraktion war eine Modenschau mit so erlesenen Kreationen, wie sie weder in Paris noch in Mailand zu sehen sind.

2006 - der Tisogau wird 80 – das ist ein Grund zum feiern

Achtzig Jahre sind nun vergangen, seit 1926 in der Krumbacher Kreuzwirtschaft der Tisogau gegründet worden war. Am 30. Juli 2006 wurde dieses Geschehen, so wie es damals zum ersten Mal Georg Beittinger arrangiert hatte, wiederum nachvollzogen: „ Dr Beittinger isch of a´Bierfässle gstanda. Fritz du muasch au of oi´s naufstau!“, hieß es. Fritz Bürzle dirigierte den von Beittinger kom-ponierten „Wach – auf - Marsch“ Man war hellauf begeistert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fritz Bürzle feiert seinen „Dreisigsten“

Beim Frühjahrskonzert am 14. April 2007 wurde Fritz Bürzle vom stellv. Bezirksvor-sitzenden Franz Alstetter für seine 30jährige, sehr erfolgreiche Dirigententätigkeit mit dem goldenen Dirigentenstab geehrt.

 

 

 

 

 

Peter Steigleder übernimmt den Dirigentenstab

Seit 06. Januar 2008 ist nun Peter Steigleder unser Dirigent.

Unsere Renate Probst wird Miss ASM

Miss ASM zu werden ist aber gar nicht so einfach! Disziplinen, wie Schlagermelodien Gurgeln, Bierfässer anzapfen, Bälle in Trichter von Instrumenten werfen und Luftballone zum Platzen aufblasen, waren der praktische Teil. Weiterhin war das gesamte Auftreten, die Bühnenpräsenz und die Schlagfertigkeit gefordert. Unsere Renate hat es geschafft, Bravo!!!

Siegesfeier in Stetten im Allgäu , 22.5.2009

Unserer Miss-ASM , Renate Probst

„Iat´s hand Deisahausr au a Hoigaddamusik“

„Bei so kleine Feschtla, wenns für de ganz Kapell z´umständlich isch, tretat mir als kleina Gruppe auf und machat so a Art Stubamusik“, war die Überlegung von Michael Probst (Trompe-te, Flügelhorn), Manuel Bürzle (Trompete), Manfred Schmid (Bariton), Andreas Fischer (Tenorhorn), Florian Hopfenzitz (Klarinette, Saxophon), Georg Fischer (Akkordeon, Steirische Harmonikla), Markus Keller (Posaune), Kurt Höld (Tuba). „De Leut gfällts arg guat, wenn se spielat“.

Ihr erster Auftritt war am 19.09.2009.

Deisahauser Hoigaddamusik

 

„Mir gand em 175er zua, des werd abr richtig gfeirat“

„Dr Rahma passt, dau send mr sicher, des werd ebbes!“

 

        

 

2011:

Unsr` Dirigent Peter übergibt em
Eheim Konsti den Taktstock in dr`Deisahauser Musi

 

© 2011 MV Deisenhausen